7 Seiten V « < 5 6 7  
Reply to this topicStart new topic
LIEBHERR TDK mit Nadelausleger, seine letzten Einsätze in Dortmund
post 30.03.12 - 09:28 Uhr
baumamuseum
Beitragslink: #31
Bauforum24 Kenner



****

Mitglieds Informationen
Beiträge: 516
Mitglied seit: 21.01.05

  



ZITAT(baumamuseum @ 29.03.12 - 09:24) *

Was ist denn mit den "3 Bauphasen" gemeint??????????ß



Wenn sich die "3 Bauphasen" beispielsweise auf die unterschiedlichen Fahrerhausausführungen beziehen, so ist das falsch!
Es gab nämlich mindestens vier, genaugenommen sogar fünf Gestaltungsvarianten des Liebherr F 45A/65 !

Der Beitrag wurde bearbeitet von baumamuseum am 30.03.12 - 09:28 Uhr.


--------------------
Viele Grüße

Baumamuseum



www.historische-baumaschinen.de
www.baumaschinenmuseum.eu


Bitte das Copyright von mir eingestellter Fotos beachten!
+Reply to this topic

post 01.04.12 - 01:02 Uhr
Beitragslink: #
Werbung





Mitglieds Informationen



  







Reply to this topic

post 01.04.12 - 01:02 Uhr
Vogt
Beitragslink: #32
Bauforum24 Mitglied



**

Mitglieds Informationen
Beiträge: 22
Mitglied seit: 07.04.08
Realname: Michael Kalinowski
Beruf: Metallbaumeister
Firma: z.Zt. aktiv Arbeit suchend


  



Hallo baumamuseum, hier ist Vogt,
Danke für die Antwort zu Liebherr Form 45A/ 65, ich entschuldige mich eine spezifierte Ortsangabe zu einem 45A/ 65 in Bayern gemacht zu haben, um eine Verschtottung zu beschleungigen- das liegt mir fern!.
Aber: Ob der Kran blaugrau oder grün angerostet ist spielt doch keine Rolle- so wie " Stephan 1064 " reklamiert, er kennt den Kran seit 20 Jahren- warum rettet er den nicht?.
Liebherr ( ich habe lange Kontakte nach Bieberach/ Riss ) Baureihe A- Krane F45A/ 65 gab es meines Wissen 4 Serienausführungen- einfach an der Ausführung der Kranführerkabine bemessen:
1. Innensitztende Kabine Holz, Sprossenglass( kein Securitglass).
2. Mastaussenbündige Kabine, minderwertige Stahlblechkonstruktion ( korrosionsanfällig ) , Securitglass, Frontseite auskragend für Sicht nach unten auch bei geschlossenem Ausstellfenster bei Regen o.Ä.
3. Kabine identisch ohne Frontauskragung, für den Kranführer weiterhin " Stehposition ".
4. Kabine mit seitlich horizontalen Fenstern, Kranführerstuhl mit " Meistersteuerung " an den Armlehnen ( heute nennt man das Joystick ) .
Vogt.
+Reply to this topic

post 01.04.12 - 09:15 Uhr
baumamuseum
Beitragslink: #33
Bauforum24 Kenner



****

Mitglieds Informationen
Beiträge: 516
Mitglied seit: 21.01.05

  



ZITAT(Vogt @ 01.04.12 - 02:02) *

Hallo baumamuseum, hier ist Vogt,
Danke für die Antwort zu Liebherr Form 45A/ 65, ich entschuldige mich eine spezifierte Ortsangabe zu einem 45A/ 65 in Bayern gemacht zu haben, um eine Verschtottung zu beschleungigen- das liegt mir fern!.
Aber: Ob der Kran blaugrau oder grün angerostet ist spielt doch keine Rolle- so wie " Stephan 1064 " reklamiert, er kennt den Kran seit 20 Jahren- warum rettet er den nicht?.
Liebherr ( ich habe lange Kontakte nach Bieberach/ Riss ) Baureihe A- Krane F45A/ 65 gab es meines Wissen 4 Serienausführungen- einfach an der Ausführung der Kranführerkabine bemessen:
1. Innensitztende Kabine Holz, Sprossenglass( kein Securitglass).
2. Mastaussenbündige Kabine, minderwertige Stahlblechkonstruktion ( korrosionsanfällig ) , Securitglass, Frontseite auskragend für Sicht nach unten auch bei geschlossenem Ausstellfenster bei Regen o.Ä.
3. Kabine identisch ohne Frontauskragung, für den Kranführer weiterhin " Stehposition ".
4. Kabine mit seitlich horizontalen Fenstern, Kranführerstuhl mit " Meistersteuerung " an den Armlehnen
( heute nennt man das Joystick ) .
Vogt.


Hallo,
OK, dann hoffe ich mal, daß zukünftig bitte keine konkreten Standortangaben einfach öffentlich gepostet werden. Wer sich dafür interessiert, kann ja persönlich nachfragen.

Zu den Kranversionen des Form 45A/65:
1. Version:
Kabine im Turminnern ist soweit richtig. Meiner Erinnerung zufolge waren diese Fahrerhäuser jedoch ebenfalls aus Stahlblech gefertigt. Bei der ersten Generation war das Auslegerhalteseil einfach zur Auslegerspitze geführt und dort mittig befestigt.
2. Version:
Fahrerhaus wie vorgenannt, Auslegerhalteseile jedoch dann zweisträngig zur Auslegerspitze verlaufend und beidseitig an der Auslegerspitze befestigt.
3. Version:
Fahrerhausbleche außen mit dem Kranturm verschweißt, zwei Seitenfenster oberhalb der Fahrerhausmitte nebeneinanderliegend, Frontfenster im unteren Bereich spitz nach vorne auskragend um Sicht bis zum Turmfuß zu ermöglichen.
4. Version:
Fahrerhausbleche außen mit dem Kranturm verschweißt, zwei Seitenfenster oberhalb der Fahrerhausmitte nebeneinanderliegend, Frontfenster jedoch dreiteilig, nebeneinander angeordnet, nur das mittlere Fenster war zu öffnen.
5. Version:
Fahrerhausbleche außen mit dem Kranturm verschweißt, zwei Seitenfenster zur Turmvorderseite gerichtet übereinanderliegend angeordnet, die oberen ließen sich jeweils öffnen, ebenso das Fenster an der Turmrückseite;Frontfenster vierteilig, nebeneinander und untereinander angeordnet, nur das mittlere, obere Fenster war zu öffnen.

Man könnte das jetzt sogar noch weitertreiben. Bei der ersten Version gab es beispielsweise auch noch unterschiedlich ausgeführte Rollenträger am unteren A-Bock. Wenn man die auch noch berücksichtigen würde, da gäbe es alleine zu den 45A/65 der ersten Fahrerhausgestaltungsversion drei sich unterscheidende Merkmale und damit Versionen.
Bei der letzten Fahrerhausgestaltung war der fest eingebaute Sitz mit Steuerkonsolen nicht Standard. Ich kenne Krane in dieser Gestaltungsversion, die keinen Sitz, bzw. keine feste Steuerkonsole im Fahrerhaus hatten! Zieht man dies auch zur Fahrerhaus- und Gestaltungsversion des 45A/65 heran, so gäbe es auch zur letzten Fahrerhausversion zwei Varianten!
Soviel nur "kurz" zu dem Thema der verschiedenen Versionen.

Und bitte: nicht die Versionen mit der Ausführung des 45A/65 verwechseln! Ausf. I, II, III oder IV stand nicht für die optische Gestaltung, sondern für die Kranturmzusammenstellung am jeweiligen Einsatzort.

Der Beitrag wurde bearbeitet von baumamuseum am 01.04.12 - 09:20 Uhr.


--------------------
Viele Grüße

Baumamuseum



www.historische-baumaschinen.de
www.baumaschinenmuseum.eu


Bitte das Copyright von mir eingestellter Fotos beachten!
+Reply to this topic

post 10.04.12 - 21:53 Uhr
Vogt
Beitragslink: #34
Bauforum24 Mitglied



**

Mitglieds Informationen
Beiträge: 22
Mitglied seit: 07.04.08
Realname: Michael Kalinowski
Beruf: Metallbaumeister
Firma: z.Zt. aktiv Arbeit suchend


  



Hallo baumamuseum zum Beitrag vom 01.04. 2012, hier ist Vogt,
kein Aprilscherz mit 5 Versionen vom Liebherr 45A/ 65 - es stimmt.
Bei den ersten Serien mit innenliegender Kranführerkabine wurde bald das einsträngige Auslegerhalteseil durch übliches Doppelhalteseil ersetzt.
Für einsträngiges Auslegerhalteseil hat man sich entschieden bei Modifikation- Wechsel 45A/ 55 zur Lastmomenterhöhung zu 45A/ 65, es ging vorallem um Einsparung von Seillänge. Der 45A/ 55 hatte eine Einscherung des Verstellseils in ein Geschirr an der Rückseite Oberrahmen untere Drehsäule- zum Aufrichten des Turmmastes.
Im einteleskopierten Mast- Betieb des Kranes musste die einfach eingescherte Halteseilflasche kurz vor der Auslegerspitzte angeordnet werden. Nur im austeleskopierten Zustand dieses Kranes konnte die Halteseiflasche rückseitig am Turmmast angeordnet werden.
Es bedeute unisono bei 45A/ 55 einen erheblichen Seillängenbedarf.
Um Seillängen zu verringern wurde die Doppeleinscherung entwickelt, was immer im biz die Frage aufwirft, warum oberhalb der Halteseilflasche bis zum "oberen Bock"- 4- Strang ist.
Antwort: Tatsächlich ist 4- Strang oberhalb der Doppelausgleichsrolle keine Doppeleinscherung, sondern dient nur der Verkürzung des Seillaufweges bei einteleskopierten Turmmast. Gleiches gilt bei austeleskopiertem Turmmast, für Mastumlegung ( Mon-/ Demontage - einteleskopiert ) hatte der 45A/ 65 ab Ausführung II ein Halteseilgeschirr
vom unteren Aufstellbock zum untersten Mastschuss.
Zu den innenliegenden Kranführerkabinen 1. Bausesiere waren aus Holz, mit Sprossenverglasung, ich habe dezidierte Fotos von einem 90A/ 140 aus der Zeit- deutlich zu erkennen. Auch von einem 45A/ 65 aus der gleichen Generation- 60-er Jahre.
Vogt.
+Reply to this topic

post 10.04.12 - 22:19 Uhr
baumamuseum
Beitragslink: #35
Bauforum24 Kenner



****

Mitglieds Informationen
Beiträge: 516
Mitglied seit: 21.01.05

  



ZITAT(Vogt @ 10.04.12 - 22:53) *

Hallo baumamuseum zum Beitrag vom 01.04. 2012, hier ist Vogt,
kein Aprilscherz mit 5 Versionen vom Liebherr 45A/ 65 - es stimmt.
Bei den ersten Serien mit innenliegender Kranführerkabine wurde bald das einsträngige Auslegerhalteseil durch übliches Doppelhalteseil ersetzt.
Für einsträngiges Auslegerhalteseil hat man sich entschieden bei Modifikation- Wechsel 45A/ 55 zur Lastmomenterhöhung zu 45A/ 65, es ging vorallem um Einsparung von Seillänge. Der 45A/ 55 hatte eine Einscherung des Verstellseils in ein Geschirr an der Rückseite Oberrahmen untere Drehsäule- zum Aufrichten des Turmmastes.
Im einteleskopierten Mast- Betieb des Kranes musste die einfach eingescherte Halteseilflasche kurz vor der Auslegerspitzte angeordnet werden. Nur im austeleskopierten Zustand dieses Kranes konnte die Halteseiflasche rückseitig am Turmmast angeordnet werden.
Es bedeute unisono bei 45A/ 55 einen erheblichen Seillängenbedarf.
Um Seillängen zu verringern wurde die Doppeleinscherung entwickelt, was immer im biz die Frage aufwirft, warum oberhalb der Halteseilflasche bis zum "oberen Bock"- 4- Strang ist.
Antwort: Tatsächlich ist 4- Strang oberhalb der Doppelausgleichsrolle keine Doppeleinscherung, sondern dient nur der Verkürzung des Seillaufweges bei einteleskopierten Turmmast. Gleiches gilt bei austeleskopiertem Turmmast, für Mastumlegung ( Mon-/ Demontage - einteleskopiert ) hatte der 45A/ 65 ab Ausführung II ein Halteseilgeschirr
vom unteren Aufstellbock zum untersten Mastschuss.
Zu den innenliegenden Kranführerkabinen 1. Bausesiere waren aus Holz, mit Sprossenverglasung, ich habe dezidierte Fotos von einem 90A/ 140 aus der Zeit- deutlich zu erkennen. Auch von einem 45A/ 65 aus der gleichen Generation- 60-er Jahre.
Vogt.


Hallo "Vogt",

ja und wo sind die vorgenannten Fotos????????? Wäre toll, wenn Sie diese hier einstellen würden! Ich glaube, ich wäre nicht der einzige, der sich darüber freuen würde... kreisch.gif

Die Doppelausgleichsrollen dienen auch zur Reduzierung der erforderlichen Kräfte (Prinzip Flaschenzug). Seillängen sind auch relativ, denn für einen F 45A/65, F 65/90, F 90/140.3, usw. in Ausführung IV wird auch Seil in erheblicher Länge benötigt, das bei Einsatz des selben Krans in Ausf. I auf einer separaten Trommel gespeichert werden mußte.
Übrigens hatten auch die Liebherr Krane vom F 45A/65 bis zum F 190/260 ebenfalls Rollenträger/Rollengeschirre! Nur waren diese nicht mehr im oberen Bereich des Unterturms befestigt, sondern im unteren Bereich am zweiten Turmschuß!

Ob die Fahrerkabinen der ersten Generation des F 45A/65 tatsächlich aus Holz gefertigt waren, kann ich leider nicht verifizieren. Ich kenne diese nur in Blechausführung. Natürlich ist es durchaus möglich daß die Holzverkleidungen zu einem späteren Zeitpunkt bei einer Kranüberholung, oder -instandsetzung gegen Bleche ausgetauscht wurden.


--------------------
Viele Grüße

Baumamuseum



www.historische-baumaschinen.de
www.baumaschinenmuseum.eu


Bitte das Copyright von mir eingestellter Fotos beachten!
+Reply to this topic



7 Seiten V « < 5 6 7
Reply to this topicStart new topic
2 Besucher zu diesem Thema (Gäste: 2 | Anonyme Besucher: 0)
Mitglieder: 0 |

 

LoFi Version Aktuelles Datum: 19.04.14 - 01:16