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Vollansicht: Uetlibergtunnel - Westumfahrung Zürich
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André
Zürich CH, (AB)

Im Rahmen der IUT 05 in Sargans (Bericht ist hier zu finden), bot sich die Gelegenheit einer Exkursion zum Uetlibergtunnel.

Der Uetlibergtunnel (oder auch Ütlibergtunnel - für die Suchfunktion) ist Teil der Westumfahrung Zürich N4/N20. Die Westumfahrung sichert die Verbindung der A1 Zürich - Bern mit der A3 Zürich - Chur und entlastet zugleich die umliegenden Gemeinden vom Pendelverkehr und die Stadt Zürich vom Transitverkehr. Sie verbindet den Wirtschaftsraum Zürich mit der Zentralschweiz, dem Mittelland, dem Tessin und Schaffhausen.

Der Uetlibergtunnel als längster Tunnel der Westumfahrung umfasst zwei parallele Röhren von je 4.4 km Länge mit zwei Fahrspuren und einer Standspur bei einer Steigung von 1.6 %. Vom Westen nach Osten unterfährt der Uetlibergtunnel die zwei parallelen Hügelzüge Ettenberg und Uetliberg. Die Gesamtkosten für den Uetlibergtunnel betragen (laut Preisbasis von 1994) 1.12 Mrd. Schweizer Franken.

Während am 01. Februar 2005 der Durchstich der Tunnel-Bohr-Erweiterungsmaschine (TBE) in der ersten Röhre (Röhre Basel) gefeiert werden konnte, ist die TBE seit Mitte 2005 auch in der Röhre Chur (Südröhre) in Richtung Brunau im Einsatz.

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André
Vor den Eingängen der beiden Röhren wird zeitgleich eine Überfahrung und eine Lüftungs- und Technikzentrale gebaut. Ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Zur Zeit meines Besuches waren insgesamt 5 Turmdrehkrane im Einsatz. Erdarbeiten wurden von einem CAT 385 übernommen. Der Erdaushub wurde über mehrere Dumper abgefahren.

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André
Schwerer Boden verlangt schweres Gerät. Der 385er arbeitet sich mittles Fräse und Hammer vor. Die Baugrube wurde mittles rückverankerter Bohrpfahlwand erstellt. Nach Fertigstellung des Projektes werden die oberen 1,50 Meter der Bohrpfahlwand abgebrochen, die Grube wieder komplett verfüllt, um eine harmonische Renaturierung zu erreichen.

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Dumper und Fahrmischer unterwegs in der relativ beengten Baugrube.

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Blick in die Unterfahrung und Vorbereitung für Anschlussleitungen.

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Grosser Aufwand wird beim Thema Brandschutz der Lüftungs- und Technikzentrale betrieben. Im Falle eines Brandes sind die Schäden im Tunnel meist relativ gering. In der Technikzentrale hätte ein Brand allerdings erhebliche Schäden an der technischen Infrastruktur zur Folge. Somit wären beide Röhren nicht mehr betriebsbereit. Die Kosten durch den Ausfall dieses Verkehrsknotenpunktes würden dementsprechend ausfallen.

Man entschied sich daher, die Lüftungs- und Technikzentrale mit hocheffizienten Brandschutzelementen auszustatten. Diese Betonfertigteile werden als "verlorene Schalung" benutzt wie die Fotos verdeutlichen.

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Die Lüftungskanäle verlaufen über bzw. unter den Fahrbahnen der Über- / Unterfahrung.

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Weiter geht's in den Berg hinein.
Blick in eine bereits fertiggestellte Röhre, teils noch ohne Schalung aber schon mit Ausbruchsicherung. Auf dem dritten Foto sind die vorgefertigten Werkleitungskanäle zu sehen.

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Angeliefertes Material wird neben den Werkleitungskanälen eingebaut und anschliessend mit Tandem- und Gummiradwalze verdichtet.

Wie im Tunnelbau obligatorisch, verfügen alle Maschinen über einen Russpartikelfilter.

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André
Hier sieht man die Ausbruchsicherung, die bereits direkt hinter dem Bohrkopf der TBE erstellt wird.

Daneben sieht man auf den Fotos die Querverbindungen der beiden Tunnel, die Abdichtung, sowie einen Schalwagen im Einsatz.

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André
Direkt hinter dem Bohrkopf wird die Ausbruchsicherung vorgenommen.
Die Ausbruchsicherung besteht aus fünf bis sechs Meter langen Seilankern, Bewehrungsnetzen sowie Spritzbeton in 25cm Dicke. Auf einem Bild ist das Bohren der Anker zu sehen. Im Hintergrund kann man den Bohrkopf der TBE erkennen.

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Aufnahmen des Nachläufers im Bereich vor dem Bohrkopf. In diesem Bereich wird der Spritzbeton aufgetragen.

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André
Blick auf den Bohrkopf der TBE.
Die TBE von Wirth arbeitet mit einem speziellen Abbauverfahren, der sogenannten Hinterschneidetechnik. Die TBE kann ihren Bohrdurchmesser variieren, sogar innerhalb des Bohrkreises, womit der Tunnel nicht zwangsläufig kreisförmig aufgefahren werden muß. Beim Bau des Uetlibergtunnel wird mit einer TBM vorgängig ein Pilotstollen von 5 Meter Durchmesser gebohrt. Anschliessend wird der Pilotstollen mit der TBE auf das Vollprofil geschnitten (14,10 - 14,40 Meter).

In der Röhre Basel wurde bis Ende 2003 zweischichtig gefahren womit bei 5 Tagen pro Woche eine Vortriebsleistung von 25-35 Metern pro Woche erreicht wurde. Ab Anfang 2004 wurde dann dreischichtig gearbeitet womit die Leistung auf bis zu 63,5 Meter gesteigert werden konnte. Die maximal erreichte Tagesleistung betrug beachtliche 16,5 Meter.

Der zuvor gebohrte Pilotstollen dient der TBE zur Verspannung. Zusätzlich wird hier auch der durch den Ausbruch entstehende Staub abgesaugt.

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André
Hinter dem Bohrkopf befinden sich technische Einrichtung wie die Elektromotoren oder eine Werkstatt für Reperaturen vor Ort. Auf dem letzten Bild sieht man das Ende der TBE welches in den Pilotstollen reicht.

Die Temperaturen in diesem Teil der TBE sind alles andere als angenehm. Bei meinem Besuch dürften es deutlich über 30 Grad gewesen sein.

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André
2 Fotos die mir von der Fa. Wirth geschickt wurden und welche den Bohrkopf mit den Disken erkennen lassen. Ebenfalls gut zu sehen ist die Verspannung der TBE im Pilot Tunnel.

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