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Vollansicht: Bau eines Trinkwasserstollens 17.466 m (München)
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Hallo,

Bereits der Geologe Carl Wilhelm von Gümbel (11. 2. 1823 - 18.06.1898) erkannte die sehr gute Wasserqualität des Mangfallgebirges. In den Jahren 1874 bis 1888 erwarb er sich bei der Einführung der Wasserversorgung Münchens aus den Quellen des Mangfalltales und beim Bau der Wasserleitung große Verdienste.

Derzeit (noch bis 2007) wird im Südosten Münchens das teils noch im Original von Gümbel bestehende Leitungssystem erneuert.

Wesentlicher Bestandteil dieser Erneuerungen ist ein 17466 m langer Wasserstollen
von Grub nach Gleißental.

Bauherr ist die Stadtwerke München GmbH, Bauträger die Fa. Bilfinger Berger AG.

Hier die Bautafel:
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Betriebsbesichtigung im April 2005
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Der Lageplan
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Der von einer Bohrfräse beim Vortrieb gelöste Schotter wird mittels Loren und E-Locks in den Schutterschacht Transportiert und hier in einem Kübel abgeladen.
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Ein weiteres Bild aus dem Schutterschacht. Hier kommt der Kübel für den Abraum hinein. Kommt ein Zug mit Abraum wird der Kübel mit dem Nagelfluh-Schotter gefüllt. Die im Bild sichtbare Rutsche wird beim Füllvorgang vorgeklappt. Das Bild zeigt die Stellung der Rutsche wie sie beim Hebevorgang des Kübels ist.
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Glanzstück der Baustelle ist zweifelsohne dieser vollautomatische Liebherr HS 855 HD Litronic Seilbagger.

Ist der Kübel gefüllt, wird der Seilbagger (Kran) ferngesteuert von unten gestartet. Er zieht dann die Last (circa 34 t des gefüllten 15 m³ Kübels) nach oben, schwenkt automatisch nach links und entleert den Behälter neben dem Schacht.
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Bemerkenswert ist der in der Halterung befestigte Kübel. Der konische Boden des Kübels kann nur heruntergelassen werden, wenn der äußere Mantel in der Halterung verankert ist.
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Der HS 855 HD Litronic wurde fest montiert. Das Fahrwerk für spätere Einsätze wurde eingelagert.
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Dieser O&K L20 Radlader gehört einem externen Unternehmen, dass den anfallenden Abraum mit Ausnahme von Lehm und Ton (Humusdeponie, siehe Tafel) kostenfrei abnimmt/entsorgt. Der Abraum kann für Aufschotterungen, Lärmschutzwälle und als Rohmaterial für die umliegenden Kieswerke Verwendung finden.
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Ein Cat IT 12 B für den internen Einsatz.
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Ein Terex ist nicht im Einsatz (schöne Grüße an Dieter whistling.gif )

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Für die diversen E-Locks gibt es mehrere Batterieladeplätze.

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Batterie einer E-Lock.
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Unten im Versorgungsschacht angekommen, wird man als erstes von der Hl. Barbara der Schutzpatronin der Bergleute begrüßt.

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Blick vom Versorgungs- zum Schutterschacht.
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Tunnel östlicher Teil:

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Eine der E-Loks. Soweit ich geschaut haben, sind alle Loks gleichen Typs.

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Ein Zug steht im östlichen Teil des Tunnels, der nach ca. 100 m nicht mehr mit Gleisen versehen ist.
Die vordere Lore dient zum Transport von Mörtel zum Abbauort. Der Mörtel wird ebenso im Versorgerschacht geladen, wie die halbrunden Betonfertigteile (Tübbinge), die direkt am Abbauort in den Tunnel eingesetzt werden.

Die hinteren Loren dienen zum Abtransport des Abraumes vom Abbauort zum Schutterschacht.
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Nicht das Ende des östlichen Stollens, nur das Ende der Gleise und der Beleuchtung. dry.gif


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Hier noch zwei verschiedene Loren: links eine Lore zum Personentransport und rechts eine zum Materialtransport. Personen werden von hier zum Abbauort gebracht, da der weiter westlich gelegene "Schacht Lanzenhaar" durch den Stollenvortrieb noch nicht erreicht wurde.
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Ein Blick vom Schutterschacht in Richtung Osten zum Versorgungsschacht.

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Ein Blick Richtung Westen, wenn man ein paar Kilometer auf sich nehmen möchte kommt man zum Abbauort. Ich spare mir diesen Weg heute.

Ich denke das Wesentliche ist erzählt.

Gruß
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Die Zwischenetappe "Schacht Faistenhaar" im Vordergund der Nagelfluh.
Geographische Daten: GK 4473300/5317970
(Gauss Krüger/Potsdam)
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Lanzenhaar: "Durch diese hohle Gasse muss er kommen"
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Das Ziel.
"Schacht Gleißental"
Geographische Daten: GK 4470210/4470210
(Gauss Krüger/Potsdam)
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Derzeit ein unscheinbarer Nagelfluhaufen
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und ein Zaun.
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Hier ist die Verbindung an das bestehende Rohrleitungssystem.
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Der "Schacht Ney".

Der "Schacht Ney" liegt im südöstlichen Teil der Strecke zwischen Grub und Hofolding.
Dieser Teil von Hofolding nach Grub wurde als erstes Teilstück des "Hofoldinger Stollens" im Oktober 2004 fertiggestellt. Auf dem Weg von Hofolding nach Grub diente der "Schacht Ney", nach seinem Erreichen, als Zugang für die aus jeweils 7 Personen bestehenden Bautrupps.
Der Weg in den eng begrenzten Loren ist mit jeweils 7 - 8 Personen keine bequeme Angelegenheit und so nimmt man die jeweils kürzeste Fahrstrecke um Personen vor Ort zu bringen.

Heute dient der "Schacht Ney" als Zugang für die Rohr- und Versorgungseinbauten, die derzeit im südöstlichen Teil der Strecke im vollen Gange sind. Täglich werden von hier aus ca. 80-100 m der 2,20 m hohen Rohre verlegt werden.

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Schacht Ney im April 2005
Geographische Lage GK 4480320/5312840 (Gauss Krüger/Potsdam)

Im nordwestlichen Abschnitt des "Hofoldinger Stollens" wird der Schacht Lanzenhaar später diese Rolle übernehmen. Wenn der Vortrieb so weitergeht wie zuletzt, wird der Vortrieb Ende 2005 beendet sein.
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Die Rohre werden täglich per LKW geliefert und dann von hier aus in den Stollen eingebracht. Die dazu verwendeten Locks und Gleise sind die gleichen, die auch in Hofolding eingesetztn werden.

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Etwas dunkel, aber die Schienen sind zu erahnen. Ausserdem sieht man hier bereits unter den Schienen die unteren Tübbinge.
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Lore für den Transport der Rohre.
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Der Schacht Grub
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Blick in den Schacht Grub
Geographische Daten: GK 4484125/5309750
(Gauss Krüger/Potsdam)
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Von hier aus geht es zukünftig 17450 m in die Dunkelheit.
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Und hier gehts derzeit noch raus in die Helligkeit
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Auf der anderen Seite warten hinter der Folie (s.o.) bereits die Wasseranschlüße.
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Das vorläufige Ende.
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Alles hat ein Ende auch das Rohr hat zwei ... ph34r.gif
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Ein paar weitere Angaben zum Liebherr HS 855 HD,

Es handelt sich um den weltweit ersten vollautomatischen Hydro-Seilbagger.
Während der Bauma 2004 fanden Live-Übertragungen von diesem Bagger in den Messestand der Firma Liebherr statt. Dazu war es möglich, den Bagger von der Bauma aus per Telefon zu starten!

Der Bagger:
Der Bagger wurde innerhalb einer Zeit von nur 3 Monaten fertig gestellt.
Vorteilhaft für die schnelle Entwicklung war, dass einerseits die Fa. Liebherr über große Erfahrung verfügt, andererseits dass für die Fa. Bilfinger Berger AG - die ein großer Kunde bei Liebherr ist - zwei fertige HS 855 HD zur Auslieferung im Werk bereitstanden. Einen davon hat Liebherr dann nach Rücksprache mit der Bilfinger Berger AG zurückbehalten. Er wurde wärend der drei Monate umprogramiert und umfangreich getestet. Der modifizierte HS 855 HD konnte innerhalb von 3 Monaten fertig gestellt werden, weil man ihm am Ende einfach die Elektronik aus dem "Testbagger" einbaute. Der Einsatz eines Fahrers zur Steuerung des Seilbaggers ist überflüssig. Man kann die vorprogrammierte Arbeitsabläufe auf Knopfdruck und ferngesteuert abgerufen

Der HS 855 HD ist mit 25 t-Winden (25 t) und einem 400 kW-Liebherr-Diesel-Motor ausgerüstet. Das Gewicht eines mit circa 34 t gefüllten 15 m³ Kübels fordert nur ca 75% seiner Leistungsfähigkeit.

Der Kübel:
Das Grundkonzept des Kübels wurde von der Bilfinger Berger AG geliefert. Das Konzept sieht vor, dass dieser aus einer Hülle und einem konisch zusammenlaufenden Boden besteht. Am Boden ist in der Mitte das Hubseil befestigt Wird dieses gehoben, schließt sich der Kübel. Zur Entleerung des Kübels
wird die Hülle des Kübels an einer Halterung fixiert. Beim Absenken des Hubseils öffnet sich der Kübel. Die Haltevorrichtung ist am Auslegerkopf über 4 Seile fix montiert. Die Fixierung der Hülle erfolgt über hydraulische Klemmen.
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Zwischenbericht:

Es gibt derzeit keine wesentlichen Neuheiten zu berichten.
Der "Schacht Faistenhaar" (Geographische Daten: GK 4473300/5317970)
wurde noch nicht erreicht.
Stand 03.06.2005 21.00 Uhr
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