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Vollansicht: Ausbildung zum Straßenbauer - Infos & Erfahrungen
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Roadmaker
Hallo,

ich habe ja nun schon einige Jahre im Straßenbau hinter mir und auch schon einiges an Firmen durch. Auf diesem Weg sind mir auch schon viele Straßenbauer Lehrlinge "unter die Fittiche" gekommen. Einige waren sicherlich im falschen Beruf, die meisten haben jedoch durchgehalten. Bei der letzten Firma, waren die Lehrlinge jedoch die Krönung! Stinkend faul, und nix gelernt. Einer war schon das zweite mal durch die prakische Prüfung gefallen. Nachem ich ihn fragte, was er die ganzen Jahre gemacht habe, sagte er "gerüttelt und hinter dem Bagger gestanden".
Das kann es doch nicht sein!
Liegt es an den Azubis oder am Betrieb?
Wie sind euere Erfahrungen mit Auzbildenden???

Gruß
Andreas
Mr_Jay-X
Ich habe von 1999 - 2002 mene Ausbildung zum Straßenbauer in einem Mittelständischen über 120 Jahre alten Unternehmen gemacht. Das erste Lehrjahr bestand hauptsächlich aus ÜBL und Berufsschule und kaum Betrieb weil die Straßenbauer Ausbildung ja mit Blockunterricht abläuft. Schon in den ersten Tagen auf der Baustelle konnte ich Dinge machen die meine Lehre gefördert haben. Zum Beispiel sollte ich nach der dritten Woche Betrieb versuchen in einem Kanalschachtunterteil das Parkett und die Berme ( Rinne ) herzustellen. Ich habe mir damit mühe gegeben und mir auch Zeit gelassen und als mein Vorarbeiter sich das angucken kam sagt er " Ja sieht doch schon sehr gut aus für das erste mal. Das können wir so lassen " Seitdem habe ich in dieser Kolonne bei jedem Schacht das Parkett und die Berme hergestellt. Nach und nach folgte dann der Umgang mit Maschinen wie zb das Fahren und bedienen von Hydraulikbaggern und Radlader in diesem Fall CATM318 und Atlas 1404 sowie ein alter Zettelmeyer Radlader. Kleingeräte wie Rüttelplatte, Wacker, Schneidemaschine konnte ich schon vor meiner Ausbildung bedienen da ich dies alls bereits in meiner Praktikumsfirma gelernt hatte. Ich war während meiner Ausbildung zu 60% im Kanalbau, zu 20% im Rohrleitungsbau und leider nur 20% im Straßenbau eingesetzt. Das liegt daran das meine damalige Azubi Firma wenig Straßenbau gemacht hat und mehr Kanal - und Rohrleitungsbau. Daher habe ich vom Praktischen wissen her mehr ahnung vom Kanalbau als vom Straßenbau.

Als meine Zwischenprüfung kam bin ich durchgefallen weil ich Natursteinpflaster nicht so gut konnte. Nachgeholt habe ich sie nicht. Als dann im Jahr 2002 die Gesellenprüfung kam war das Prüfungsstück das Stück der Handwerks Straßenbaur. Und ich habe Industrie Straßenbauer gelernt. Der Unterschied hier drin ist das die Handwerks Straßenbauer mehr auf Naturstein angelernt werden und die Industrie Straßenbauer mehr auf Betonstein. Leider bin ich auch bei der Gesellenprüfung durchgefallen weil ich einfach zu wenig im Straßenbau gelernt habe und dafür zuviel im Kanalbau. Nach dieser durchfallenden Prüfung haben der Betrieb und ich uns getrennt weil ich aus der Frma raus wollte. Ein halbes Jahr später habe ich die Prüfung dann auf eigen Faust, ohne Firma und mit einem 1 Wöcheigen Lehrgang nachgeholt und bestanden. 600 euro habe ich für alles zusammen bezahlt. Aber ich bin froh das ich meinen Gesellenbrief in der Tasche habe und somit meine ausbildung abgeschlossen habe. Und seitdem habe ich leider auch nicht mehr im Tief - und Straßenbau gearbeitet was ich sehr Traurig und schade finde weil der Tiefbau mein Traumberuf ist und auch bleiben wird. Seit August 2004 bin ich Leiharbeiter und werde von einer Firma zu anderen Firma geschickt um dort auszuhelfen und verdiene dort weniger als in meinem 3 Ausbildungsjahr. Im März werde ich wieder mal einen Stapel Bewerbungen raus schicken und mit Glück werde ich dieses mal eine Stelle finden.

Und in meiner Ausbildung habe ich von Anfang an viel gelernt.. Aber wie bereits gesagt mehr im Kanal und Rohrleitungsbau. Aber nach dem Verfüllen von Kanalgräben ist ja der Straßenbau mit innegriffen da ja der Unter - und Oberbau wieder Fachgerecht hergestellt werden musste. Da ich eine gute Optik habe, habe ich in der Kolone so gut wie immer die Bituminöse Tragschicht abgezogen und anschließend wenn kein Subunernehmer mit dem Fertier kam auch die Deckschicht mit der Hand gezogen.

Ich könnte noch soviel erzählen aber das würde einfach zu lang werden.

LG

Dennis
HitachiBagger
Bei uns sind auch 4 von 6 Lehrlingen totale Schnarchtüten ! Einer hat ne kronische Schlafkrankheit (kann einpennen egal wie laut es in der umgebung ist und egal wann). Ist schon mal aufem Radlader eingepennt - ein Unfall gab es zum Glück nich... seitdem verweigere ich die arbeit mit meinem Lehringskollegen.
johannes
Wir hatten auch zwei Lehrlinge im Betrieb(ca.40 Mann)und da kannte jeder jeden noch.
1.
Da wurden die Berichtshefte nicht ordnungsgemäß gemacht und pünktlich abgegeben.Einer wurde dann vom Bauleiter nach Hause geschickt um es nachzuschreiben--1 Tag Urlaub weg.

Oder sie wurden von einem HWK-Kurs verwießen,weilse !!mit Mörtel in der ganzen Bauhalle rumgeschmissen haben!!--Und das nicht nur einen Kurs.Diese Fehltage mussten dann nachgeholt werden,sonst wird mann nicht zur Abschlussprüfung zugelassen.
2.
Was mir in meiner Lehrzeit aufgefallen ist dass Lehrlinge die bei großen Firmen lernten,wir hatten welche in der Klasse die bei Dobler Bau,Riebel Bau,lernten nicht alle aus,da wurden lehren im 1.Lehrjahr teilweise abgebrochen.

Und da fragt sich doch jeder Unternehmer,wieso soll er ausbilden,wenn er im Endeffekt nur zahlt,zahlt,zahlt ohne irgendwann was dafür bekommen zu haben.Ich will des nicht verallgemeinern aber ein paar Fälle gabs da bei uns in der Klasse schon. :bagger3:

Oder noch so ein Beispiel:
Wenn da der Berufsschullehrer anruft:Ja der Schüler ist schwänzt.Was soll ich jetzt tun.Ich kenn des von meinem Bekanntenkreis her,dass da auch teilweise die Lehrer schon überfordert sind.

Wenn ich als junger Mensch gratis ne Ausbildung bekomm,dann muss ich doch schauen das ich gerade in solchen Zeiten ne Qualifikation erreiche.

@Mr_Jay-X

Hut ab vor dir. top.gif mit dem Nachholen
Das ist auch ein Problem in der Ausbildung.Bei der "Spezialisierung"
der Firmen auf bestimmte Bereiche der Bauleistungen sind die Lehrlinge die Dummen.Bei mir in der Ausbildung wars zwar nicht so schlimm,aber ich hab zuerst auch mehr Betonarbeiten gemacht.Ich hatte am Anfang Probleme
beim Mauern in der HWK,was die Schnelligkeit betraf.Als dann der Bescheid zur Zwischenprüfung kamm bin dann erstmals zum Bauleiter gegangen und hab ihm gesagt,dass es doch mal an der Zeit ist,dass ich mal auf ne Baustelle komm,wo sich das Mauern automatisiert.Von da ab hatte ich viel weniger Probleme als vorher.
Alexander Schwabe
Also ich hab noch keine Ausbildung gemacht sondern nur ein Praktikum in einem kleinem Bauunternehmen und da habe ich freiwillig alle Aufgaben gemacht die mir zugeteilt wurden und was ich nicht alleine erledigen konnte habe ich gesagt und mir wurde damit unter die Arme gegriffen. Ich war auch immer sehr Aufmerksam und dadurch viel dazu gelernt. An den letzten 3 Tagen durfte ich mich sogar im Umgang mit Radladern und Minibagger üben.

Also wie ich das sehe liegt es sowohl auch an der Firma/Schule und dem Lehrling wie er seine Ausbildung absollviert.

Gruß Alex
HitachiBagger
@t alex das stimmt schon aber Praktikum und Ausbildung sind zwei welten. Es gibt echt Tage da zieht man als Lehrling von 7.00 - 17.00 Uhr nur die Ars...karte. Da muß man sich nicht wundern wenn mal der eine oder andere Lehrling ausrastet. Unser Betrieb (40 Angestellte) bildet gerne aus. Wir sind auch ein junges motiviertes Team (Alter zwischen 15-40) denk mal auch das dies ein Grund ist, für unser gutes Klima im Betrieb. Außerdem werden junge ausgelernte Fachkräfte immer mehr gesucht, es sei denn man ist nich gerade inner Gewerkschaft.
Mr_Jay-X
Manche Lehrlinge sind es aber auch selber Schuld das sie die A***karte ziehen. Große Klappe, Rummotzen und alles besser wissen und dann wundern wenn sie vom Schachtmeister/Polier einen Anschiss bekommn. Als ich im 3 Lehrjahr war hat der Lehrling aus dem 2 Lehrjahr gesagt das er keinen Bock hat Planum zu erstellen. Darauf sagt der Polier " Keinen Bock? willst du was anderes machen ? " Nachdem der Lehrling mit Ja geantwortet hat musste er die gesamte Baustelle abkehren. 3 mal hintereinander. Und die Baustelle war zu de Zeitpunkt gut ca 120 Meter lang und ca 10 Meter Breit. Aber das war die Strafe dafür das er keinen Bock hate das Planum zu erstellen. Und nach dieser Aktion hat der Lehrling nie wieder die Klappe aufgerissen und hat alles gemacht ohne zu mosern. Und Planum erstellen finde ich eine sehr tolle arbeit. Besser als Kehren aber das musste er ja weil er das andere nicht wollte.
HitachiBagger
Klar es gibt immer Sachen, die man im Beruf nich so gerne macht wie andre Dinge. Das gibts überall. Man muß sich aber auch mal in die Szene von den Azubis versetzten, die hocken 9 Jahre inner Schule und nach der Prüfung gehts ab auf die Baustelle (einer der noch nie in den jeweiligen Beruf geschnuppert hat rennt sich mächtig die Nase an). Vor kurzem kam einer zum "Probeschaffen" mit den teuersten Marken Klamotten Fazit: Chef mußte den De.. wieder heimschicken. laugh.gif
Mr_Jay-X
Hat dein Chef den weggeschickt weil er Markenklamotten anhatte? Habe ich das richtig verstanden?
HitachiBagger
Ja, keine Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe etc. Wenn was passiert ist der Chef dran.
Mr_Jay-X
Die Arbeitsklamotten muss dein Chef kostenlos zur Verfügung stellen. Oder hatte er das bereits und der Junge hatte das Zeug ned angezogen?
HitachiBagger
Schuhe hätte er bekommen aber er wollte mit seinen Bonzen Kleider nicht arbeiten laugh.gif
Mr_Jay-X
Wenn er sein Leben lang so eine Einstellung hat dann wird er es nie zu was bringen ;(
T.V.
wir beschäftigen zur zeit 2 lehrlinge bei 50 leuten gesamt....von 3 versuchen kann einer übernommen werden....bei uns im betrieb wird äusserster wert auf das führen der berichtshefte gelegt...der chef kontrolliert die selbst rolleyes.gif
was mich dann verwundert, dass selbst die lehrer in der berufsschule und überbetrieblichen ausbildung die berichtshefte für nicht so wichtig erklären...wir haben die erfahrung gemacht, wenn einer seine berichtshefte sauber führt, die zeichnungen erstellt, der ist dann auch in der lage mal ein lv zu lesen und einen regiebericht zu schreiben...seit letztem jahr geht einer von denen, die da gründlich waren, mit hilfe des chefs auf die meisterschule und besteht die eigentlich problemlos....mitarbeiter die nicht selbstständig arbeiten können und ständig einen aufpasser brauchen, fallen ohnehin mehr und mehr durchs sieb...
johannes
Hier mal n Bild aus meinem Berichtsheft im 1.Lehrjahr
weserhütte14
Hallo

Ich mache auch bald ein Praktikum. Endweder im Strassen, oder Tiefbau.
Nur meine Eltern und mein Lehrer meinen das eine Lehre Müll wär, denn

Ich zietire meinen Lehrer: "Das Darfste nicht machen, ein Beruf ohne Zukunft!"
Ich musste ihm zum Teil Rechtgeben (Siehe Walter Bau).

Was meint ihr dazu? Ich würde schon gerne meine Lehre zum Strassen oder Tiefbauer machen...
Medic
QUOTE
Ich zietire meinen Lehrer: "Das Darfste nicht machen, ein Beruf ohne Zukunft!"
Ich musste ihm zum Teil Rechtgeben (Siehe Walter Bau).


Hallo!
Also ganz so würde ich das nicht sehen....
Was heisst ein Beruf ohne Zukunft... Ich denke, das es immer Strassen
(etc.) gebaut werden. Das mit Walter Bau ist traurig, passiert aber immer
wieder sad.gif Nur bei Walter kriegt man es mehr mit, weil die Fa. größer war.
Aber jetzt davon auszugehen, das der Beruf keine Zukunft hat, finde ich
übertrieben.. eusa_think.gif
Wenn du dich dafür interessierst und es dir auch Spass macht, würde ich
es machen. DU musst ja den Beruf ausüben und nicht dein Lehrer wink.gif

Gruß,
Medic
weserhütte14
QUOTE(Medic @ Feb 2 2005, 15:47 )

Hallo!
Also ganz so würde ich das nicht sehen....
Was heisst ein Beruf ohne Zukunft... Ich denke, das es immer Strassen
(etc.) gebaut werden. Das mit Walter Bau ist traurig, passiert aber immer
wieder  sad.gif  Nur bei Walter kriegt man es mehr mit, weil die Fa. größer war.
Aber jetzt davon auszugehen, das der Beruf keine Zukunft hat, finde ich
übertrieben..  eusa_think.gif
Wenn du dich dafür interessierst und es dir auch Spass macht, würde ich
es machen. DU musst ja den Beruf ausüben und nicht dein Lehrer  wink.gif

Gruß,
Medic

Ist auch übertrieben top.gif

Meine Mutter meint mach ne Ausbildung die dich Übernehmen und nicht gleich nach 3 Jahren "auf die Strasse setzen". Ich würd schon gern Tiefbauer machen, um später Baggerfahrer zuwerden, kann ich nämlich eigendlich schon ganz gut biggrin.gif whistling.gif


Naja jedenfalls werde ich mein Praktikum machen, und dann mal schauen. wink.gif
johannes
Der Lehrer hat ja nix zu befürchten.
Ausserdem geh ich jede Wette ein,dass der keine Ahnung davon hat was man als Tiefbauer alles macht.Wenn du das gelernt hast,kannst du auf jeden Fall ne Menge mehr als n Lehrer der sowas behauptet.
Sicher das mit Walter Bau ist erschütternd aber,irgendwann gehts auch mal wieder bergauf(Ich gebe keine Garantie,dass das in Kürze sein wird mad_red.gif )
und dann haste ne Ausbildung vorzuweisen,aber dass es wieder Arbeit gibt,dafür muss der Staat sorgen.
weserhütte14
Meine Eltern meinen Ausserdem das man im Winter arbeitslos ist und irgendwann

wann ist man bei Hartz4, Schwachsinn wie ich Finde, denn wenn man Gut ist wird

man nicht so einfach "Raus geschmissen" rolleyes.gif
matthias-w.
QUOTE(weserhütte14 @ Feb 2 2005, 15:59 )



Naja jedenfalls werde ich mein Praktikum machen, und dann mal schauen. wink.gif

Hallo , aufjeden fall werde ich auch ein praktikum bei einer baufirma machen smile.gif z.B. thesing ..... , meine mudda hat gute connection zu den baufirmen smile.gif
johannes
QUOTE(weserhütte14 @ Feb 2 2005, 16:24 )
Meine Eltern meinen Ausserdem das man im Winter arbeitslos ist und irgendwann

wann ist man bei Hartz4, Schwachsinn wie ich Finde, denn wenn man Gut ist wird

man nicht so einfach "Raus geschmissen"  rolleyes.gif

Naja das mit dem Kündigen läuft so ab,dass wenn de noch einer von den jüngeren,Familienlosen bist,dann biste als erstes drann(Ich weiss wo von ich rede)

Und das mit mad_red.gif Hartz4 mad_red.gif da fallen glaub ich auch Saisonarbeiter darunter(Weil man ja kein ganzes Jahr einzahlt)Und das volle ALG kann mann nur noch alle 2 Jahre in Anspruch nehemen.Es ist ne bodenlose Frechheit,Beschlossen von nem Manager,dersein ganzes Leben blos Stellen gestrichen hat,statt welche geschaffen zu haben

Entschuldigung wenn ich vom Thema abweiche
Alexander Schwabe
Ach die Sprüche mit ganzen Tag draußen und bla, höre ich mir auch ständig an von Lehrern und von Familie! Ich bin der Meinung die sollten nich das glauben was im Fernsehen gesagt wird sondern es auch mal selbst ausprobieren aufn Bau! mad_red.gif
weserhütte14
QUOTE(Caterpillaralex @ Feb 2 2005, 16:56 )
Ach die Sprüche mit ganzen Tag draußen und bla, höre ich mir auch ständig an von Lehrern und von Familie! Ich bin der Meinung die sollten nich das glauben was im Fernsehen gesagt wird sondern es auch mal selbst ausprobieren aufn Bau! mad_red.gif

Bei mir ist es der Spruch: mad_red.gif

DU BIST IM WINTER ARBEITSLOS mad_red.gif mad_red.gif mad_red.gif mad_red.gif
T.V.
von den körperlichen leistungen her, die erbracht werden müssen, sehe ich ein problem in der ganzjährigen arbeit am bau...falls das wetter passt, kann nicht endlos gearbeitet werden..bei wetter wie im moment ist es das letzte... die vorstellungen, die unsere politiker da haben sind jenseits von gut und böse.... ich stelle fest, dass gerade die mitarbeiter, die im winter so 1-2 monate "pause" gemacht haben, relativ problemlos in die rente gekommen sind.... wer sich einbildet im sommer sind 60h die woche möglich, der hat keinen plan von der realität.... in meinen augen ist es sinnvoll im sommer 2 wochen...im winter 3-4 wochen keine baustellen zu betreiben.... das ist bei uns auch im sinne der mitarbeiter.... aber wenn du bei öffentlichen auftraggebern von 2 wochen sommerurlaub sprichst, laufen die amok... wenns sommer ist, dann haben die aber 3-4 wochen frei...
Mr_Jay-X
Ich hab mal für alle Interessierten die Straßenbau lernen wollen meine Berichtshefte rausgekramt und werde davon nun einen Teil hier rein schreiben was ich in der Überbetrieblichen Ausbildung machen musste:

1. Lehrjahr Abteilung Straßenbau:

Gehwegteilstück ca. 3,00 Meter x 1,25 Meter aus Gehwegplatten 30/30/6, Bordsteinen B8 sowie Rinnenpflaster 16/16/12

Gehwegteilstück ca. 3,01 Meter x 1,10 Meter mit Gehwegplatten 30/30/6, Tiefbordsteinen T8 sowie an jeder Seite eine 1 Zeilige Pflasterrinne aus Rinnenpflaster 16/16/12

Gehwegteilstück ca. 3,01 Meter x 1,25 Meter mit Gehwegplatten 30/30/6, Tiefbordsteinen T8 sowie einer innenliegenden Pflasterrinne aus Rinnenpflaster 16/16/8

Gehwegteilstück ca. 3,01 Meter x 4,20 Meter mit Tiefbordsteinen T8, Hochbordsteinen, Gehwegplatten 30/30/6, Mosaikpflaster sowie Pflasterinne aus Rinnenpflaster 16/16/8

1. Lehrjahr Abteilung Mauern:

Freistehende Mauer 1,24 Meter Breit, 1,00 Meter Hoch mit NF und 3/4 Kalksandsteinen.

1. Lehrjahr Abteilung Kanalbau:

Herstellen ener Dammentwässerung mit STZ DN150 Rohren auf einer Länge von 12,00 Metern, einem Gefälle von 1,0% und einem Böschungswinkel von 1:1 (45°)

Herstellen einer Hausentwäasserung mit STZ Rohren DN150/125/100 inklusiver Abzweiger und Bögen bei einem Gefälle von 4%

Herstellen einer Grundstücksentwasserung mit STZ Rohren DN 150/125/100 mit Abzweigern, Bögen sowie einem Straßeneinlauf und einem Gefälle von 1,5% - 4,00 %

Herstellen eines Waagerechten Normverbau 4,5 x 1,10 x 0,90 Meter


Das war ein kleiner einblick zur Überbetrieblichen Aubildung. Bei der ÜBL werden auch die Abteilungen Hochbau, Schalung, Bewehrung, Holzbau, Vermessung, Gerüstbau und Betonlabor durchgenomen. Ob diese ÜBL bei euch genau so sein wird kann ich nicht sagen da meine Lehre von 1999 - 2002 war und seitdem hat sch bestimmt einiges geändert.

LG


Dennis
johannes
@weserhütte14
"Im Winter von der Baustelle daheim sein und im Sommer kann man einen auf Lehrer machen" shades.gif shades.gif

Aber bitte nicht zu deinem Lehrer sagen.

Tut mir Leid aber das konnt ich mir einfach nicht verkneifen wink.gif wink.gif rolleyes.gif
weserhütte14
QUOTE(johannes @ Feb 2 2005, 19:01 )
@weserhütte14
"Im Winter von der Baustelle daheim sein und im Sommer kann man einen auf Lehrer machen"  shades.gif  shades.gif

Aber bitte nicht zu deinem Lehrer sagen.

Tut mir Leid aber das konnt ich mir einfach nicht verkneifen  wink.gif  wink.gif  rolleyes.gif

Ich kenn den so:

IM SOMMER BIN ICH LEHRER IM WINTER BIN ICH MAURER laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Nein im Ernst im Winter ist halt Tote Hose, und das ist Leider ein Problem sleep.gif dry.gif
Roadmaker
Man darf aber auch nicht vergessen, fast nirgends sind die Aufstiegschancen so gut wie im Bau! Also was spricht dagegen sich nach der Lehre weiterzubilden zum Polier und anschließend zum Techniker?... Und schon sitzt man im trockenen top.gif
Also bei mir ist das der erste Winter, wo ich kein Geld verdiene. Ich war immer im Angestelltenverhältnis und somit habe ich Sommer wie Winter mein Geld verdient.
Ein guter Steinsetzer ist auch nicht Arbeitslos im Winter! Und die 2 Monate die wir noch an Winter haben, kann man auch überstehen... Man arbeitet ja auch im Sommer Stunden auf ein Zeitkonto, wovon im Winter gezehrt wird (War bei den letzten Firmen immer so)
Gruß
Andreas
Alexander Schwabe
Also ich hab mir schonmal zu Informierung das Buch/Heft "Baugeräteführer/Baugeräteführerin - Erläuterungen und Praxishilfen zur Ausbildungsordnung" geholt und es ist sehr informativ!

Gruß Alex
HitachiBagger
QUOTE(Caterpillaralex @ Feb 2 2005, 21:16 )
Also ich hab mir schonmal zu Informierung das Buch/Heft "Baugeräteführer/Baugeräteführerin - Erläuterungen und Praxishilfen zur Ausbildungsordnung" geholt und es ist sehr informativ!

Gruß Alex

Das ist doch nen Buch von der IG Bau - Agrar - Umwelt oder?
Alexander Schwabe
Herausgeber ist das "Bundesinstitut für Berufbildung" und wie es aussieht zusammen mit "Die deutsche Bauindustrie" und wie gesagt "Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt"

Gruß Alex
johannes
Diese Broschüren gibts aber von jedem Bau-Bildungsinstitut.Hab letzens eins von der Bayerischen Bauakademie auf der Baumesse bekommen. www.baybauakad.de
Roadmaker
Hallo,

hier habe ich mal einen schönen Bericht, wo Lehrlinge mal zeigen können was sie gelernt haben!
Vieleicht kann ja dort mal jemand vorbeischauen und uns mit weiteren Infos und Bildern versorgen!???? top.gif

Hier der Link:
Lehrlinge pflastern vor der Frauenkirche in Dresden

Gruß
Andreas
Betriebsratvorsitzender
Wir haben mal vor etwa fünf Jahren eine Skaterbahn gebaut, allein durch unsere Lehrlinge.


Von der Stadt Heinsberg erhielten wir eine Urkunde und wurden zur Kinderfreundlichsten Firma ernannt

Von Lehrlingen gebaut

Vor der Frauenkirche haben wir im vorigen Jahr Kanal verlegt. Mal sehen ob ich da ein paar Bilder von bekomme


Mit Tariflohn für die Hälfte bauen, da vermuteten einige da ist was nicht in Ordnung. Das Gegenteil ist der Fall, wir bekamen den Auftrag, nachdem wir uns beschwerten, denn bei uns ist mit Sicherheit alles ok, auch im Osten

Unterstellung schmerzt
roadmaster
Übertreibt ihr nicht etwas?

Seit ca 20 Jahren bin ich Ausbilder in der ÜBL, in dieser Zeit lernte ich etwa 400 Straßenbauer Lehrlinge, bzw. Kanalbauer Lehrlinge kennen. Ich behaupte mal, das die große Mehrheit dieser jungen Leute hochmotiviert und leistungsbereit war und ist, einige davon sah ich auf Polier- oder Meisterschulen wieder.
Natürlich gibt es sie auch, die Pfeifen, die zu nichts zu gebrauchen sind, aber das ist doch die Ausnahme. Die meisten sind zuverlässig und liefern brauchbare Arbeiten ab.

Ich kann dem BR Vorsitzenden nur beipflichten, das ohne die Bauschaffenden die Menschheit keine Fortschritte gemacht hätte und gebe zu bedenken, das ohne Straßenbauer selbst ein Schumi arbeitslos wäre.

Klar, der Bau steckt seit Jahren in einer Krise, aber ich halte es für unverantwortlich, wenn Lehrer ihren Schülern diese Berufswahl vermiesen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das gute Bauleute auch in Zeiten, in denen es nicht so rund läuft ihr Einkommen haben und habe deshalb auch meinem eigenen Sohn in seiner Entscheidung, Straßenbauer zu werden unterstützt.


Gruß

Werner
Roadmaker
Richtig Werner!

Ich kann auch nur ermutigen ein "echter Roadmaker" zu werden :-)
Wer sich in der Lehre mühe gibt, wird auch vom Betrieb übernommen!
Gute Steinsetzer werden "Mangelware" im Bau und schwer zu bekommen.
Auch in schlechten Zeite werden nun mal Fachkräfte gebraucht!

Also:
Mal reinriechen und entscheiden!

Gruß
Andreas

meisterLars
Dann werd ich auch mal von meiner Lehre zum Straßenbauer, die ich von 1994-1997 gemacht hab, berichten.

Mein Ausbildungsbetrieb hatte 25- 30 Mitarbeiter und hat folgendes gemacht: Viele Arbeiten für die Versorger, Kanalbau, und manchmal auch Straßen- und Wegebau.
Im ersten Lehrjahr war ich nur ne billige Hilfskraft, im zweiten eigentlich auch. mad_red.gif
Im dritten Lehrjahr durfte ich dann auch mal ne schwere Rüttelplatte bedienen, mit nem Bobcat arbeiten, Radlader fahren und mit nem Minibagger üben. Und als ein Kollege mal im Urlaub war, durfte ich seinen Bulli fahren. top.gif
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich in den 3 Jahren zweimal selber gepflastert, also mit Splitt abziehen und Pflaster verlegen. Das wars dann eigentlich auch schon. sad.gif
Wenn ich Resümee ziehe, hab ich eigentlich so gut wie nix in meiner Lehre gelernt. Der Rest kam erst später als ich Geselle war.
Ach ja, in meiner Gesellenprüfung kam es wie vermutet, theoretisch stand ich zwischen gut und sehr gut und praktisch hats nur für ein ausreichend gereicht. Wird wohl daran liegen, dass ich bis heute auf dem Kriegspfad mit Natursteinen stehe. whistling.gif
Ich halte es sowieso für total übertrieben, dass man in 3 Jahren Lehrzeit fast immer das gleiche macht: 4m Hochbord, 1-3zeilige Rinne in 16/16/14 und 24/16/14, Gehwegumrandung aus Großpflaster, im Innenraum dann Kleinpflaster und Mosaik. Und das ganze Bauwerk, völlig praxisfremd, komplett in Sand versetzt... eusa_think.gif


Ich hab mal was vom Lehrlingsaustausch mit der Schweiz gehört, da solls ja völlig anders laufen.
Angeblich wird dort im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung asphaltiert, ein kleiner Baumaschinenlehrgang soll auch dazu gehören und die Bauwerke, die in Beton gehören, werden dort nicht in Sand versetzt ( Bordsteine etc.) sondern in Trassbeton.
Kann hierzu mal einer der eidgenösischen Forumsmitglieder stellung beziehen?
Daniel.A
Wie ihr schon sagtet es kommt immer auf den Azubi, bzw. auf die Firma an.
Oder aber auch auf den Schachtmeister! zum Beispiel bei meiner Firma sollte man meinen, dass man eine gute Ausbildung bekommt. Ich war zu Anfang der Ausbildung auf einer Baustelle, auf der Gebäude die abgerissen werden sollten von Hilfsarbeitern entmüllt wurden. Volle Montur (Papieranzug, Helm und Atemschutz). Zwei Wochen hab ich das gemacht, bis ich mal freundlich nachgefragt habe, ob es nicht vielleicht auch was anderes zu tun gäbe als das. Zur Antwort habe ich bekommen, dass ich doch froh sein sollte Arbeit zu haben.
Im Endeffekt war es mir leider nur möglich mit Hilfe der Jugend- und Auszubildenenvertretung von der Baustelle weg zu kommen.

StrassenbauerOB
Werde dann auch mal meine Erfahrung bei meiner Ausbildung erzählen.

Meine Ausbildung zum Strassenbauer habe ich vonn 2000 bis 2003 bei der Firma Heinrich Storck in Oberhausen gemacht. ( bis 2003 noch ca. 65 Miitarbeiter mittlerweile nur noch ca. 35 ) . In dieser Firma wurde meiner Meinung nach viel Wert auf eine Erfolgreiche Arbeit mit Lehrlingen gelegt. ( Übrigens war Werner mein Meister in der ÜBL beim BZB Wesel , daher gruss an ihn biggrin.gif ) In diesem Unternehmen wurde es einem ermöglicht alle Bereiche des Tief und Strassenbau zu durchlaufen. Jeder der sich bemüht hat wurde auch in Bedienen von Maschinen angelernt. Teilweise haben Lehrlinge sogar kleine Eigene Baustellen bekommen. ( natürlich nur wenn es ihnen zugetraut wurde ) Es gabe auch Lehrlinge zu meiner Lehrlingszeit die man einfach nur " vergessen " konnte. Es gab keine Motivation oder Arbeitswillen bei diesen Jungs.

Und der Bau hat sicherlich Schwierigkeiten, aber welche Berufsgruppe hat dieses den nicht ?? Das Baugewerbe war nun mal der grösste Arbeitsbereich in der Deutschen Arbeitswirtschaft. Und wenn dort viele Jobs wegfallen ist es doch klar das es viele Bewerber auf wenigen Plätzen gibt.

Aber in diesem Jahr 2003 muss ich allerdings leider sagen, konnte man viele einfach nicht gebrauchen. Haben nur auf den Verdienst geachtet und nicht daruf das sie eine schwere Prüfung ( HWK ) vor sich haben. Ich habe sicherlich auch faule Tage gehabt, aber ich wusste immer was auf dem Spiel steht. Denn immerhin sind die Ausbildungen sehr teuer. Und gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig diese 3 Jahre nicht wegzuschmeissen. Viele die in diesem Jahr die Prüfung nicht geschafft haben , habe auch dann nicht weiter gemacht was meiner Meinung nach auch keinen Sinn gemacht hätte. Andere wiederum meine ich in Erfahrung gebracht haben es auch beim 2 mal nicht geschafft.

Daher denke ich das es viele Lehrlinge gibt die es wollen aber auch viele es nicht wollen und es nur machen das sie nichts anderes bekommen haben . Es ist immer wieder ein Glücksspiel mit den Lehrlingen. Entweder er will es bzw. bemüht sich oder er " Sitzt " seine Zeit ab. Und dabei wird immer wieder vergessen das es wenn diese 3 Jahre verschenken es noch schwieriger wird eine Stelle zu bekommen.

Zur Zeit ist in dem Betrieb in dem ich jetzt arbeite ein Praltikant tätig. Dieser wird evtl. als Hilfsarbeiter eingestellt. Er ist ehrlich und sagt, das es nicht seine Liebste Tätigkeit ist auf dem Bau, aber er ist Motiviert und will arbeiten. Wenn es mehr solche Leute geben würde wäre es auch sicherlich auf dem Lehrlingmarkt im Baugewerbe besser . Denn eine bessere Vivitenkarte als Motivation und Lernbereitschaft kann es nicht geben.

Den erst dann kann man sich über eine evtl. Förderung der Firma freuen.

Gruss

Marc

P.S.

Werner ist übrigens ein sehr guter Lehrmeister gewesen der meiner Meinung nach aus einigen Leuten bessere Leistungen herraus geholt hat. Vor allem war er immer Fair und Sachlich. Wenn ihm was nicht gefallen hat, hat er es direkt angesprochen . Desweitern hatten wir alle Respekt vor ihm .

So nun aber schluss mit dem Schleimen biggrin.gif tongue.gif
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