Hallo Zusamen
Da ich gesehen hab dass es doch ein paar Leute für den Tunnelbau interessieren, Hab ich mich gedacht ein paar Bilder vom neuen Gottahrd Tunnel zu zeigen.
Da diese Baustelle sehr schwierig ist zum reinkommen zeige ich mal ein paar bilder vom zwischenangriff sedrun, der woll die beeindruckenste baustelle vom ganzen tunnel ist da hier nicht mit TBM sondern mit Sprengvortrieb getrieben wird.
So viel ich weiss befinden sich docht 6 tamrock axera T11 und 4 tamrock toro007 Lader und noch viele andere maschinen wie liebherr 934 und speziell anfertigung von cat bagger für den Tunnellbau umgebaut von der Avesco(cat vertretung schweiz).
Diese Bilder stammen aus dem Winter 2002/2003. Ich werde mal versuchen noch mal in den Tunnel ne Besichtigung zu machen diesen Winter aber dies ist nicht einfach da mann nuch bis zum schachtkopf komnt mit den besichtigung tour von alptransit. Aber die interresanten Maschinen befinden sich 800 meter weiter unten im berg.
Bild von nem tamrock toro007
bild 3 toro007 beim entladen
bild4 toro007 Frisch geputzt
bid5 Bohrjumbo tamrock T11
bild7 ist ein Paus mit hebenbühne
bild9 Lokomotive mit schutt wagen
bild10 Schachtfuss vom schacht 800 meter im berg
Bild11 Ankunft von nem neuen Toro007 Lader der am nachmittag in den Tunnel verschwindett für 6 jahren
Bagger-Kris
29.11.04 - 20:13
Der R904 wiegt 21 Tonnen und ist ausgerüstet mit: Schwenkarm, 3.7 m hydraulisch verstellbarem Ausleger, 2.2 m Löffelstiel mit hydraulischem Schnellwechsler mit Drehantrieb und 700 Liter Tieflöffel. Kabine mit Steinschlagschutz und Panzerglasscheibe im Dachfenster versehen.
m.f.G. Kris
Hallo Tunnel-Freunde
per Zufall bin ich auf dieses Forum gestossen und habe diesen Thread zum Thema ARGE Transco Sedrun entdeckt.
Ich arbeite in der Firma Avesco AG (CAT und SANDVIK Mining and Construction Vetretung in der Schweiz) in der Abteilung Bautechnik. Diese Abteilung ist mit der Lieferung und Betreuung der TAMROCK Vortriebsmaschinen in diesem Baulos beauftragt. Ich war selber schon einige Male auf der Baustelle und kenne dadurch jede Maschine. Ausserdem habe ich in der Offertphase ein Modell des Spezialbaggers CAT 330 als Anschauungsbjekt gebaut.
Dieses Modell sollte im Masstab 1:64 beweisen, dass mit dem speziellen Ausleger das Arbeiten unter der Bühnenkonstruktion der Firma ROWA möglich ist (siehe Abbildung).

Das Endprodukt sah dann so aus:

Inzwischen sind alle vier Einheiten dieser Sonderanfertigung ausgeliefert worden.
Der momentane Maschinenbestand (von Avesco geliefert) beträgt:
- 5 TAMROCK AXERA T11
- 1 TAMROCK AXERA T07
- 4 TAMROCK AXERA T12 Sedrun (Spezialanfertigung für die Transco Sedrun)
- 6 TORO Fahrlader
- 4 CAT 330 Tunnelbagger (Spezialanfertigung für die Transco Sedrun)
- 1 CAT 325 CR Tunnelbagger
Ein neuer TORO Fahrlader ist vor seiner Auslieferung nach Sedrun in der Firma Avesco AG in Langenthal (CH) um eine Spezialkabine zu erhalten.

Ich werde morgen im Büro nach weiteren Bildern Ausschau halten und werde diese bei Interesse hier posten.
Gruss
Lukas
Moin
wie versprochen habe ich noch ein paar Bilder ausgekramt mit ein paar Eindrücken vom "Loch" (die Baustelle wird von den Einheimischen so genannt).
Zu sehen ist unter anderem die Untertage-Werkstatt der Avesco.





[img]http://www.lookas.ch/tunnel/lookas43.jpg[/img]
Gruss
Lukas
tunnelmani
13.06.05 - 19:28
Hallo Zusammen
Am Donnerstag, den 09.06.2005 war es endlich soweit. Der Besuch im Baulos Sedrun des Gotthard-Basistunnels hat geklappt !! Nachfolgend die Bilder die ich gemacht habe. Zuerst von der Baustelle allgemein und der Infrastruktur über Tag, dann von der Schachtkopfkaverne und schliesslich von der Baustelle selbst, ca. 800m tiefer auf Basistunnelniveau.
tunnelmani
13.06.05 - 19:31
Baustellenübersicht von West nach Ost
tunnelmani
13.06.05 - 19:34
Unterkünfte der Mineure
Bergstation der Standseilbahn mit welcher die Baustelle im Talboden erreicht wird
Blick von der Talstation der Standseilbahn zur Bergstation
Diese Standseilbahn wurde extra für die Baustelle errichtet.
tunnelmani
21.06.05 - 21:45
Jetzt geht`s weiter
Lagerhalle mit Material für die Gewölbesicherung
Werkstatthalle
Halle mit den Rotationskippen
Stollenlok mit Personenzug zur Schachtkopfkaverne
tunnelmani
21.06.05 - 21:49
Blick ins Val Bugnei, westlich von Sedrun : Hier wird das Ausbruchmaterial Endgelagert, welches nicht zu Beton- und Spritzbetonzuschlagstoff aufbereitet werden kann.
Baustellenversorgungszug der MGB ( Matterhorn-Gotthard-Bahn ) auf der extra für die Baustelle errichteten Brücke mit Zahnstangen-Meterspurgleis.
tunnelmani
21.06.05 - 21:54
In der Halle mit den beiden Rotationskippen
Es werden immer 2 Stollenwagen zusammen um 180 Grad gedreht und geleert. Die Wagen bleiben dabei untereinander und mit der Lok zusammengekuppelt (Drehkupplungen) Das Material fällt nach unten in den Bunker, anschliessend in den Brecher und über Förderbänder entweder in die Aufbereitung oder Endablagerung.
tunnelmani
21.06.05 - 21:57
Rotationskippe der Firma "Rowa-Tunneling-Logistics" in Betrieb.
tunnelmani
21.06.05 - 22:00
Geleerter Stollenzug
Blick auf die Brecher
Demnächst geht`s weiter mit den Bildern der "Baustelle" in 800 Metern Tiefe auf Basistunnelniveau.
Bis dann
Glück Auf
tunnelmani
25.07.05 - 21:43
Endlich habe ich ein paar Ferientage und komme wieder mal dazu den Bericht meines Besuchs in Sedrun fortzuführen.
Bilder von der Schachtkopfkaverne
tunnelmani
25.07.05 - 21:47
-Blick nach unten in den Schacht
-Avesco-Werkstatt
-Einspurtunnel Ost in Richtung Nord
-Hammersammlung
-Einspurtunnel Ost in Richtung Süd
tunnelmani
25.07.05 - 21:51
-Bilder eines der dort unten eingesetzten Tamrock-Axera
-Blick in einen der Querschläge zwischen den beiden Haupttunnelröhren
tunnelmani
25.07.05 - 21:55
-Vormontierte Stahlbögen
-Anker und Bewehrungsmatten
-Hängebühne der Firma Rowa
-"Sauberer" CAT-Bagger
-Sogenannter nachgiebiger Stahlausbau
tunnelmani
25.07.05 - 21:57
Cat- und Liebherr-Bagger mit Tunnel-Spezialausrüstung.
tunnelmani
31.07.05 - 22:36
Jetzt geht es weiter :
Bild 1 : Detailaufnahme des sog. "Nachgiebigen Stahleinbaus". Die Verbindungen werden mit einem Drehmomentenschlüssel angezogen und zwar soweit, dass die Bewegungen des Felses bis zu einem bestimmten Mass aufgenommen werden. Nach einiger Zeit, wenn die Bewegungen abgeklungen sind, werden die Schrauben definitiv angezogen und die Stahlbögen mit Spritzbeton vollständig eingespritzt.
Zur Zeit meines Besuchs auf der Baustelle verringerte sich der Ausbruchdurchmesser innerhalb von ca. 3 Wochen um rund 60cm !! Am Anfang der Vortriebsarbeiten in dieser Zone waren es bis 100cm !! Es wird also von Anfang an ein grösserer Durchmesser ausgebrochen als Schlussendlich benötigt wird da der Berg den ursprünglichen Durchmesser bis auf ein gewisses Mass zusammendrückt. Die Risse und Abplatzungen durch die Gebirgsbewegung im Spritzbeton und im Fels sind deutlich zu sehen.
Bilder 2+3 : Detailaufnahmen der Hängebühne.
tunnelmani
31.07.05 - 22:42
Bild 1 : Mit Brustankern und Spritzbeton gesicherte Ortsbrust.
Bilder 2-5 : Toro-Fahrlader in voller Aktion.
tunnelmani
31.07.05 - 22:49
Bilder der Hängebühne mit den beweglichen Arbeitsplattformen, Abbau des Materials mit Hydraulikbagger. Der Fels ist hier so weich, dass der Abbau mit Reisszahn oder Felslöffel erfolgt, es wird in diesem Vortrieb also im Moment nicht gesprengt. Pro Etappe werden ca. 1.0m Vortrieb gemacht und sofort mit Bögen etc. gesichert inkl. Ortsbrustsicherung mit Ankern und Spritzbeton.
tunnelmani
31.07.05 - 22:53
Materialabbau mit Bagger, Bohrjumbo, Transportbehälter für Spritzbeton auf Stollenbahnwagen, Fusspunkt der Schachtförderanlage.
tunnelmani
31.07.05 - 22:59
Und zum Schluss noch die " Heilige Barbara ", die Schutzpatronin der Mineure und Bergleute.
Wer schon mal in Sedrun unten im Vortrieb war weiss, warum die Mineure auf ihre Schutzheilige vertrauen.
Die Gefahren lauern überall, vor allem von den Maschinen die dort unten im Einsatz sind. Bei meinem Besuch wars an der Ortsbrust so eng, dass zwischen uns und dem Toro-Fahrlader nicht mal ein Meter Platz blieb. Da ist jeder gut beraten, so gut wie möglich auf sich selbst aufzupassen.
Im Herbst hoffe ich die Baustelle nochmals besuchen zu können. Dann werden die Südvortriebe auf Hochleistungs-Sprengvortrieb mit Förderbandschutterung umgestellt, da man dort viel früher als angenommen in guten Fels kam und die Streckenausbaumaschine gar nicht zum Einsatz kam.
Gruss und Glück Auf
Manfred
incognito
03.09.08 - 17:35
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