Beton-Weitförderung beim U-Bahnbau in Prag

Erhebliche finanzielle Mitteln investiert die Stadt Prag in den Ausbau ihrer Infrastruktur. Zu den aktuellen Großprojekten zählt die Erweiterung einer U-Bahnlinie im Nordosten der Stadt. Stationäre Putzmeister-Pumpen übernehmen hier die Betonweitförderung.

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An der U-Bahnstation Ladvi geht die ARGE beim Tunnelvortrieb in
die bergmännische Bauweise über. Links die Förderleitung, die
ca. 250 m weit in den Tunnel zur BSA-Betonpumpe führt.


Der U-Bahnausbau betrifft die Verlängerung der Linie „C" um 4,6 km einschließlich den Bau von drei U-Bahnhöfen. Die Arbeiten am Baulos C2 zwischen den Stationen Ladvi und Prosek werden von einer Arbeitsgemeinschaft aus den Bauunternehmen SUBTERRA, METROSTAV, SKANSKA, und METROPROJEKT in bergmännischer Bausweise durchgeführt. Für den Tunnelausbau setzt die ARGE einen Schalwagen ein, der die Innenschalung der 10 m langen Abschnitte jeweils mit 100 bis 130 m³ Beton verfüllt. Die Betonförderung erfolgt zunächst von übertage aus mit einer BSA 1408 E durch eine ca. 30 m lange Fallleitung auf Tunnelniveau und dann 250 m horizontal zu einer ebenfalls elektrisch angetriebenen Relaispumpe. Dabei handelt es sich um eine Putzmeister BSA 1405 E, die – abhängig vom Fortschritt der Innenschale – den Beton (C30) bis zu 250 m weit in den Schalwagen pumpt.

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Projektmanager Vladimir Simon (links) und Maschinenmeister Jan Formáček.

Maschinenmeister Jan Formáček (SUBTERRA) ist mit der Putzmeister-Technik seit langem vertraut. Bereits vor über zehn Jahren hat er mit der kleinen Mörtel- und Feinbetonpumpe KK 139 gearbeitet. Heute verlässt er sich auf seine beiden modernen BSA-Betonpumpen so sehr, dass er noch nicht einmal die üblichen Verschleißteile vorrätig hält, - ein Servicetechniker der rührigen PM-Vertretung PEVA wäre im Notfall ja auch innerhalb von nur einer Stunde auf der Baustelle.

In Prag (ca. 1,2 Mio. Einwohner) wurde die erste U-Bahnstrecke 1967 in Betrieb genommen. Das Metronetz der tschechischen Hauptstadt liegt relativ weit unter der Erdoberfläche (im Durchschnitt 40 m) und erstreckt sich heute mit 45 Stationen über eine Länge von ca. 50 km. Für den Ausbau der Linie „C" stellte die Europäische Investitionsbank (EIB) der Stadt Prag ein Darlehen über 75 Mio. zur Verfügung.